Interview with Ernestina

Verena: Ich möchte Dich gerne als meine Kollegin vorstellen. Kannst du mir etwas über deine Kindheit und deine Ausbildung erzählen?

Ernestina: Mein Name ist Ernestina Zumeh. Ich wurde in Ghana in der Eastern Region geboren und bin 23 Jahre alt. Ich bin in der Eastern Region aufgewachsen. Vor kurzem habe ich meinen Bachelor of Arts in Kommunikationswissenschaften (Journalismus) vom Ghana Institute of Journalism in Accra bekommen.

Verena: Was hat Dich motiviert, mit mir gemeinsam ROOTS zu realisieren?

Ernestina: Es ist ein Privileg,  mit Dir an ROOTS zu arbeiten. Ich sehe es als ein Privileg an, weil es mich über die lange Geschichte meiner Großfamilie aufklärt, wie ich sie  noch nicht kannte. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dir, und ich möchte mein Bestes  geben, um sicherzustellen, dass das Projekt erfolgreich realisiert wird.

Verena: Für welche Themen interessieren Dich vor allem?

Ernestina: Mein Interesse an dem Projekt und der Forschung besteht darin, von den Familienältesten zu erfahren, wie es um den Zusammenhalt der Familie bestellt ist, was sie ausmacht. Und welche  die größten Herausforderungen für die Entwicklung und das Wachstum der Familie sind, auch was die Entwicklung der nächsten Generation behindern könnte.

Verena: Glaubst Du, dass die Idee auch allen der Familie gefallen wird?

Ernestina: Ja. Ich bin mir sehr sicher, dass sie uns von ganzem Herzen willkommen heißen werden.

Verena: Hast du schon einmal eine Beerdigung im Dorf erlebt?

Ernestina: Nein, ich habe noch nie eine Beerdigung im Norden miterlebt.

Verena: Was sind deine Erwartungen an die Beerdigung?

Ernestina: Ich bin sehr neugierig. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie alles abläuft, von der Überführung des Leichnams aus dem Leichenschauhaus über die Aufbahrung bis hin zur Beerdigung.

Verena: Hast du schon eine Idee, wie die Beerdigung ablaufen wird?

Ernestina: So wie es aussieht, werden viele Leute  an der Beerdigung teilnehmen. Mein Onkel hat mir gesagt, dass an den drei Tagen der Feierlichkeiten etwa 500 Leute kommen könnten.

Verena: Was sind deine Erwartungen an unser Projekt?

Ernestina: Ich hoffe, dass ich am Ende des Projekts mehr über meine eigene Familiengeschichte erfahren werde, die ich vorher nicht kannte. Ich freue mich also darauf, mehr über meine Dagara-Kultur und meinen familiären Hintergrund zu erfahren. Und wie sie sich alles im Laufe der Jahre entwickelt hat.

Verena: Danke, Ernestina!